Warum mein Kopf immer zum schlimmsten Szenario springt
Der automatische Sprung zur gefährlichsten Möglichkeit
Ihre Tochter kommt zehn Minuten zu spät aus der Schule. Bevor sie zweimal auf die Uhr geschaut hat, hat sie den Unfall, den Anruf, das Ergebnis imaginiert. Die Tochter kommt an – Verkehr, ahnungslos. Die Mutter hat bereits ein Szenario durchlebt, das nicht passiert ist.
Worst-Case-Denken ist schneller als gewöhnliches Denken. Es schlussfolgert sich nicht zum schlimmsten Ergebnis vor. Es kommt direkt an, noch vor den Beweisen. Die Zwischenschritte – es könnte Verkehr sein, der Akku leer – werden übersprungen.
Die Funktion des Worst-Case-Denkens ist Vorbereitung. Wenn man das Schlimmste im Kopf bereits überlebt hat, ist man bereit dafür. Das Problem: die Vorbereitung ist erschöpfend, und das Schlimmste tritt selten ein.
Ausgangsziel des Klienten
“Mein Kopf geht immer direkt zum schlimmsten Szenario. Ich bin ständig auf Katastrophen vorbereitet, die nicht passieren.”
Durchschnittlicher therapeutischer Ansatz
Symptomreduktion und -management – das Muster auf Ebene von Häufigkeit, Intensität oder funktionaler Beeinträchtigung adressieren.
Eine andere Perspektive auf dieses Muster
Es gibt eine ressourcenorientierte Perspektive auf chronisches sorgen – eine, die nicht mit dem beginnt, was falsch ist, sondern mit dem, was das Muster tut. Psychotherapeuten, die Mitglieder von ICDDSM sind, erhalten Zugang zu:
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Wenn Worst-Case-Denken anhaltend und eindringlich ist, ist eine Abklärung durch einen Psychotherapeuten angezeigt.