Warum ich in der Gruppe nicht sprechen kann

Die Stimme, die genau dann verschwindet, wenn sie gehört werden müsste

Im Vier-Augen-Gespräch ist er artikuliert. Er erklärt komplexe Probleme klar, widerspricht wenn nötig. In einem Meeting mit mehr als vier, fünf Menschen verändert sich etwas. Er hat Gedanken. Er kann sie nicht äußern.

Das Schweigen ist nicht gewählt. Er entscheidet sich nicht dafür, still zu sein. Er beginnt, einen Beitrag zu formulieren, und findet den Weg blockiert. Etwas bewertet das Risiko des Sprechens und schlussfolgert: noch nicht. Er wartet auf einen besseren Moment. Der kommt nicht.

Was er als Versagen von Mut erlebt, ist genauer ein Bedrohungsbewertungssystem, das mit hoher Empfindlichkeit läuft. In Gruppen vervielfacht sich die Anzahl der potenziellen Beobachter.

Ausgangsziel des Klienten

“Ich weiß, was ich im Meeting sagen möchte, aber ich bekomme die Worte nicht heraus. Im Einzelgespräch bin ich in Ordnung. Was passiert da?”

Durchschnittlicher therapeutischer Ansatz

Symptomreduktion und -management – das Muster auf Ebene von Häufigkeit, Intensität oder funktionaler Beeinträchtigung adressieren.

Wenn Schwierigkeiten, in Gruppen zu sprechen, die berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, ist eine Abklärung durch einen Psychotherapeuten angezeigt.

Komplementär, ressourcenorientiert. Kein medizinischer Rat. Kein Ersatz für Diagnose oder Behandlung durch einen Fachmann.