Warum bin ich so empfindlich gegenüber Kritik?
Ein kritischer Kommentar. Tage des Zurückkehrens.
Ihr Entwurf bekam letzte Woche einen kritischen Kommentar in einem Team-Review. Die anderen vier Kommentare waren positiv. Über diese hat sie kaum nachgedacht. Der kritische Kommentar – mild, konstruktiv, von allen anderen im Raum schnell übergangen – hat seit sechs Tagen erheblichen mentalen Raum eingenommen.
Empfindlichkeit gegenüber Kritik ist nicht dasselbe wie eine dünne Haut haben. Es ist die Aktivierung einer Kompetenz, die überwacht, wie man von anderen wahrgenommen und bewertet wird. Wenn diese Kompetenz ein negatives Signal erkennt, behandelt sie es als bedeutsam.
Die Verarbeitung sieht von außen wie Grübeln aus – zum Kommentar zurückkehren, ihn neu interpretieren, überlegen, was er über die Arbeit und über sich selbst bedeutet. Von innen fühlt es sich notwendig an.
Ursprüngliches Klientenziel
„Ein kritischer Kommentar kann mir die ganze Woche ruinieren. Ich kann nicht aufhören, daran zu denken. Warum bin ich so?“
Typischer therapeutischer Ansatz
Symptomreduktion und -management – das Muster auf Ebene von Häufigkeit, Intensität oder funktionaler Beeinträchtigung adressieren.
Eine andere Sichtweise auf dieses Muster
Es gibt eine ressourcenorientierte Perspektive auf Grübeln – eine, die nicht mit dem beginnt, was falsch ist, sondern damit, was das Muster tut. Psychotherapeuten, die Mitglieder von ICDDSM sind, erhalten Zugang zu:
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Wenn Empfindlichkeit gegenüber Kritik erheblichen Stress verursacht oder das kreative oder berufliche Leben beeinträchtigt, ist eine Abklärung durch einen Psychotherapeuten angezeigt.