Warum werde ich beim Wiederabspielen von Streitigkeiten immer noch wütend?

Drei Wochen später – immer noch wütend, immer noch am Wiederabspielen

Der Streit mit ihrem Vorgesetzten war vor drei Wochen. Er wurde – formell zumindest – gelöst. Und doch führt sie den Streit noch. Alle zwei bis drei Tage taucht er wieder auf, und jedes Mal findet sie sich wieder wütend – manchmal wütender als ursprünglich.

Der Wut-Wiedergabe-Kreislauf hat seinen eigenen Schwung. Das Wiederabspielen reaktiviert die Wut. Die Wut lässt die Wiedergabe gerechtfertigt erscheinen – wenn ich so stark fühle, muss das ursprüngliche Unrecht real und bedeutsam gewesen sein. Die Intensität des Gefühls wird als Beweis für die Bedeutung der Beschwerde genommen.

Was den Wut-Wiedergabe-Kreislauf besonders schwer zu unterbrechen macht, ist die Art und Weise, wie Wut in Bezug auf Ungerechtigkeit funktioniert. Wut ist die Reaktion des Körpers auf ein wahrgenommenes Unrecht. Sie ist darauf ausgelegt, anzuhalten, bis das Unrecht angesprochen wurde.

Ursprüngliches Klientenziel

„Drei Wochen später führe ich immer noch denselben Streit in meinem Kopf. Und ich bin immer noch genauso wütend. Wann hört das auf?“

Typischer therapeutischer Ansatz

Symptomreduktion und -management – das Muster auf Ebene von Häufigkeit, Intensität oder funktionaler Beeinträchtigung adressieren.

Wenn Wut-Wiedergabe-Kreisläufe anhaltend sind oder Beziehungen beeinträchtigen, ist eine Abklärung durch einen Psychotherapeuten angezeigt.

Komplementär, ressourcenorientiert. Kein medizinischer Rat. Kein Ersatz für Diagnose oder Behandlung durch einen Fachmann. In einer Krise: Notfalldienste oder einen Psychiater aufsuchen.